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Prokopjuk А., MIKROÖKONOMISCHE GRUNDLAGEN ...
conf-cvДата: Понеділок, 26.05.2014, 10:24 | Повідомлення # 1
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Anastassia Prokopjuk






das 3. Studienjahr, “Warenkunde”
wissenschaftlicher Betreuer – Iryna Hnatyschena





MIKROÖKONOMISCHE GRUNDLAGEN
DER WIRTSCHAFTSPOLITIK





Die heutige mikroökonomische Theorie geht im wesentlichen auf die Theorien der Neoklassik zurück, die in drei Schulen entstanden sind: der Lausanner Schule (Walras, Pareto), der Englischen Schule (Jevons, Marshall) und der Österreichischen Schule (Menger, Böhm-Bawerk, Wieser). Von diesen drei Schulen hat die walrasianische Richtung bis heute den stärksten Einfluß auf die Entwicklung der mikroökonomischen Theorie gehabt. Ansatzpunkt sind die wirtschaftlichen Entscheidungsträger (Akteure), Haushalte und Unternehmungen, denen rationales Verhalten unterstellt wird. Die Koordination der Entscheidungen dieser Akteure erfolgt auf Märkten, wobei als Lösungskonzept das Gleichgewicht auf einem Markt (partielles Gleichgewicht) oder das allgemeine Gleichgewicht auf allen Märkten der Wirtschaft betrachtet wird. Haushalte fragen Konsumgüter nach und bieten Faktorleistungen an, Unternehmungen fragen Faktorleistungen nach und bieten Konsumgüter an. Für die Haushalte wird angenommen, daß sie ihren Nutzen unter Beschränkungen maximieren. Die Nutzenfunktion des Haushalts kann dabei unter bestimmten Annahmen aus seinen Präferenzen abgeleitet werden. Die Präferenzen des Haushalts werden in der mikroökonomischen Theorie als gegeben angenommen. Für sie werden bestimmte Annahmen, wie Vollständigkeit, Transitivität, NichtSättigung und Konvexität, vorausgesetzt. Beschränkt ist der Haushalt durch seine Anfangsausstattungen; gegeben sind ihm ferner die relativen Preise der verschiedenen Güter. Die Theorie unterstellt dem Haushalt die Verfolgung seiner eigenen Interessen; dieses Modell des „homo oeconomicus" kann dahingehend interpretiert werden, daß sich der Haushalt so verhält, „als ob" er seine Nutzenfunktion maximieren würde; eine bewußte Optimierung ist dabei nicht erforderlich. Im Fall des Bestehens von Unsicherheit wird von dem Erwartungsnutzenkalkül ausgegangen, wodurch auch die Risikoeinstellung des Haushalts berücksichtigt werden kann. Letzteres ist für wirtschafts- und sozialpolitische Entscheidungen besonders wichtig, da die Verminderung und Verteilung von Risiko infolge von Risikoaversion eine wichtige wirtschaftspolitische Aufgabe darstellt. Experimentelle und empirische Untersuchungen haben allerdings gezeigt, daß der Erwartungsnutzenkalkül nicht immer gute Vorhersagen liefert. In den letzten Jahren ist daher verstärkt versucht worden, entweder durch Lockerung der Axiome die wesentlichen Aussagen der Erwartungsnutzentheorie des Haushalts beizubehalten und mit der empirischen Evidenz in Einklang zu bringen oder alternative Entscheidungskalküle unter Unsicherheit zu entwickeln. Eine andere Möglichkeit besteht darin, für den Haushalt nicht volles, sondern nur beschränktes Rationalverhalten (satisficing) zu unterstellen, wobei die informationsmäßigen Beschränkungen des Haushalts bei seiner Entscheidung explizit berücksichtigt werden. Eine weitere Alternative besteht in der Berücksichtigung strategischer Verhaltensmöglichkeiten von Haushalten bei direkter Interdependenz zwischen verschiedenen Haushalten.
Unternehmungen sind in der neoklassischen Theorie im Gegensatz zu den Haushalten abgeleitete Wirtschaftseinheiten; sie sind technologischen Beschränkungen unterworfen, die sich in der Produktionsfunktion oder - bei gegebenen Faktorpreisen - im dualen Konzept der Kostenfunktion niederschlagen. Im Gegensatz zur buchhalterischen Bewertung spielen dabei nicht die historischen Kosten, sondern die Opportuni-tätskosten in der ökonomischen Theorie die zentrale Rolle. Üblicherweise wird angenommen, daß die Unternehmung ihren Gewinn maximiert; bei dynamischen Zusammenhängen und bei Berücksichtigung von Unsicherheit ist dieses Ziel auf die Maximierung des Marktwerts der Unternehmung zu erweitern. Berücksichtigt man die bestehenden Informations- und Transaktionskosten, die Kontrollprobleme, die sich bei bestimmten Eigentumsstrukturen der Unternehmung ergeben, sowie die daraus erwachsenden Überwachungskosten für die Manager der Unternehmung, so können auch andere Ziele für die Unternehmung angenommen werden. Beispiele dafür sind das Ziel der Erlösmaximierung, eine (gewichtete) Nutzenmaximierung der einzelnen Mitglieder des Teams der Unternehmung in der Theorie der „managerial firm", spezielle Ziele bei öffentlichen oder nicht Erwerbszwecken dienenden Unternehmungen (z. B. Kostendeckung, Budgetmaximierung) oder ebenfalls die Möglichkeit der beschränkten Rationalität, die sich etwa in Aufschlagspreiskalkulation äußern kann. Zu beachten ist allerdings, daß dies nicht notwendigerweise andere Ergebnisse liefern muß als Gewinnmaximierung. In Einzelfällen können allerdings durchaus Resultate abgeleitet werden, die sich von jenen der neoklassischen Theorie wesentlich unterscheiden, wie etwa die Möglichkeit von X-Ineffizienz bei monopolistischen Unternehmungen vom Typ der „managerial firm".
Die Güternachfrage der Haushalte (Konsumenten) und das Güterangebot der Unter-nehmungen treffen auf Märkten zusammen und werden dort zum Ausgleich gebracht. In der neoklassischen Theorie vorherrschend ist das Modell des Gleichgewichts bei vollkommener Konkurrenz. Dabei wird für einen bestimmten Markt (eine bestimmte Branche) angenommen, daß es sich um ein homogenes Gut handelt, daß alle Wirtschaftssubjekte Preisnehmer sind, daß vollkommene Information herrscht, daß kostenlose Transaktionen getätigt werden können und daß keine Eintritts- und Austrittsbarrieren für den jeweiligen Markt bestehen. Gleichgewicht bedeutet die Gleichheit von Angebot und Nachfrage für das jeweils betrachtete Gut auf dem entsprechenden Markt. Alternative Annahmen über das Unternehmensverhalten und die Marktstruktur sind in den letzten Jahren in verstärktem Maße Gegenstand der mikroökonomischen Analyse geworden. Ein Untersuchungsschwerpunkt ist dabei die Frage, ob andere Marktstrukturen als die vollkommene Konkurrenz ähnliche Ergebnisse für die Ressourcenallokation bewerkstelligen können, was etwa für die sogenannten „contestable markets" (Baumol-Panzar-Willig, 1982) zu zeigen versucht wurde. In jedem Fall ist es wichtig zu spezifizieren, ob nur ein partielles Gleichgewicht, also ein Gleichgewicht auf einem bestimmten Markt ohne Berücksichtigung der Rückwirkun¬gen auf andere Märkte und von diesen, oder ein allgemeines Gleichgewicht der Analyse zugrundeliegt. Hierbei können durchaus unterschiedliche Ergebnisse geliefert werden. Beispielsweise sind im allgemeinen Gleichgewicht Wirkungen auf die Allokation der Güter und der Faktoren zu untersuchen (z. B. die Aufteilung der Zeit des Haushalts auf Arbeit und Freizeit). Im Fall des allgemeinen Gleichgewichts ist zusätzlich zu den Annahmen für das Gleichgewicht auf einem Markt noch vorauszusetzen, daß für alle Güter Märkte existieren (einschließlich Zukunftsmärkten) und daß alle Märkte im langfristigen Gleichgewicht sind. Erst in den letzten Jahren sind verstärkt Versuche zur Verbesserung des Verständnisses des Funktionierens von Märkten unternommen worden, wobei die ziemlich restriktiven Voraussetzungen der neoklassischen Gleichge-wichtstheorie teilweise gelockert wurden, etwa im Bereich der unvollkommenen Information.
Die neoklassische mikroökonomische Theorie erwies sich in vielen Fällen als taugliches Instrument für Prognosen und bietet insbesondere für die Entscheidungen über die Allokation einen brauchbaren theoretischen Rahmen. Für wirtschaftspolitische Analysen ist allerdings darauf zu achten, wie sensitiv wirtschaftspolitische Schlußfolgerungen hinsichtlich der Annahmen des Modells sind und ob die vorausgesetzten Annahmen für konkrete Situationen adäquat sind. Schwerpunkt der neoklassischen Mikrotheorie ist das Problem der Allokation, also der Verwendung der knappen Ressourcen zur Erreichung gegebener Ziele. Daneben können auch Fragen der Einkommens- und Vermögensverteilung mit Hilfe dieser Theorie analysiert werden. Ein grundsätzliches Problem ergibt sich daraus, daß in einem privaten Marktsystem, wie es die neoklassische Theorie voraussetzt, freiwillige Tauschakte vorherrschen, während wirtschaftspolitische Eingriffe kollektive Entscheidungen zur Beeinflussung des Verhaltens der privaten Wirtschaftssubjekte bedeuten. Die neoklassische Theorie widmet daher ihr Augenmerk auch der Frage, ob überhaupt und, wenn ja, wie wirtschaftspolitisches Handeln mikroökonomisch begründet werden kann. Dabei geht es nicht nur um die Begründung einzelner wirtschaftspolitischer Eingriffe, sondern auch um den grundsätzlichen Vergleich eines auf der marktmäßigen Allokation beruhenden Wirtschaftssystems mit stärker durch staatliche Entscheidungen geprägten Wirtschaftssystemen.



 
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